Skip to content Skip to left sidebar Skip to footer

Geschichte

2000 Jahre Tawern

Tawern entstand wohl um Christi Geburt als Straßenstation an der Römerstraße von Trier nach Metz. Am heute noch sichtbaren “Vicus Tabernae” erwuchs die Keimzelle des heutigen Dorfes. Drei Landgüter, sogenannte Villen, finden sich zudem auf der Gemarkung.

Zu Beginn des ersten Jahrhunderts wurde auf dem Metzenberg in der Nähe der Römerstraße ein Tempelbezirk errichtet. In der ersten Baustufe standen fünf kleinere Tempel nebeneinander. In einer späteren Baustufe wurde der Bezirk stark erweitert. Vier der ursprünglichen Tempel mussten zwei größeren mit einem Umgang an drei Seiten der heiligen Zella weichen. Im größten Tempel stand eine leicht überlebensgroße Statue des Gottes Merkur. Die Tempelanlage wurde zwischen 1986 und 1999 rekonstruiert.

Urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1000

Sowohl Tawern als auch Fellerich werden in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt. Bis zum Ende der Feudalzeit 1794/97 war der Maus-/Albach Grenze zwischen dem zum Herzogtum Luxemburg zählenden Teil Tawerns (mit Fellerich) und dem Trierer Teil. Der Straßenname “Spanische Ecke” (da Luxemburg Teil der Spanischen Niederlande war) erinnert noch an diese Zeit eines geteilten Tawern. Bis 1814 war der Ort Teil Frankreichs und wurde ab 1816 Teil des Kreises Saarburg in der preußischen Rheinprovinz. Bis 1970 war Tawern Sitz einer eigenen Amtsverwaltung. 1974 wurde die bis dahin selbständige Ortsgemeinde Fellerich eingemeindet.

Heute ist Tawern eine attraktive und wachsende Wohngemeinde mit 3.041 Einwohnern (Stand 30.06.2021).

Gemeindewappen

1981 erhält die Ortsgemeinde Tawern ein eigenes Wappen.

Der rote römische Henkelkrug im unteren Feld verweist auf den römischen Ursprung des Ortes mit der Taberna (Raststation) an der Römerstraße. Im obereren roten Wappenteil finden sich ein goldener Schlüssel (Symbol der Kirchenpatrons, des Hl. Petrus) und eine goldene Krone (Symbol der Hl. Margareta, Margaretenkapelle am Friedhof). Rot und Weiß sind die alten Trierer Farben. Der Wellenschnitt in der Mitte symbolisiert die jahrhundertelange Teilung des Ortes durch den Maus- und Albach in einem kurtrierischen und luxemburgischen Ortsteil.